Sophia und Joseph

Zerrissen zwischen Freude und Trauer

Viel zu früh – in der 23. Woche – und auf dramatische Weise kamen die Zwillinge Sophia und Joseph zur Welt. Ihre Überlebenschance war minimal. Es folgte ein beschwerlicher Weg auf der Intensivstation – und ein langes Bangen und Hoffen für die Eltern. Nur Sophia hat es geschafft. Joseph starb nach fünf Monaten. In seinem kurzen Leben ging es ihm nur zwei Wochen richtig gut, die übrige Zeit kämpfte er mit Infektionen, Atemproblemen und einer Hirnblutung, wurde am Bauch und am Herzen operiert. Auch seine Schwester musste drei Operationen überstehen, bevor sie mit knapp einem halben Jahr nach Hause durfte. Heute geht es Sophia richtig gut. Die Eltern sind in ihren Gefühlen immer noch oft zerrissen – einerseits die Trauer um Joseph und zugleich die Freude, dass das Sophia lebt und gute Fortschritte macht.

Der Bunte Kreis hat die Familie von Anfang an seelsorgerisch begleitet. Eine Nachsorge-Schwester ist mit ihnen durch diese Zeit gegangen, die wie eine Achterbahnfahrt verlief. Sie hat sich mit den Eltern gefreut, wenn es den Kindern besser ging, und hat ihnen Kraft gegeben, wenn wieder ein Tief kam. Sie ermutigte die Mutter beim Milchabpumpen und später beim Stillen. Auch als Joseph starb, stand sie der Familie zur Seite und spendete Trost. 


Josemy

Dankbar für die Hilfe der "wahren Engel"

Josemy leidet an einer sehr schweren Neurodermitis. Bereits als Baby war er deswegen mehrmals stationär in Behandlung. Dabei wurde festgestellt, dass er auch an einer multiplen Nahrungsmittelallergie leidet. Etwa ein Jahr lang konnte er nur Kürbis, Pastinake und eine Spezialnahrung zu sich nehmen. Anfangs war seine Mutter oft überfordert. Sie ist alleinerziehend, lebt finanziell am Minimum und hat noch zwei ältere Kinder zu versorgen. Dazu kam Josemys sehr aufwändige Hautpflege: Vier bis fünf Mal täglich cremte sie seinen kompletten Körper ein. Weil er sich nachts oft blutig kratzt, musste zudem ständig gewaschen werden und in der kleinen Wohnung war die Luft vom vielen Aufhängen viel zu feucht.

Der Bunte Kreis unterstützte die Mutter vor allem bei Josemys Pflege und mit Ernährungsberatung. Er beriet in sozialrechtlichen Fragen, leistete einen finanziellen Zuschuss zu den Kosten für die vielen Fahrten in die Klinik und besorgte der Familie einen Wäschetrockner. Josemys Mutter war sehr dankbar für die Hilfe und setzte alle Empfehlungen um. Sie bezeichnet die Mitarbeiter des Bunten Kreises als "wahre Engel".

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